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ZIRKONIUMDIOXID / ZIRKON

Die Vorteile von Zirkon als Gerüstwerkstoff.

> hohe Stabilität, lange Lebensdauer
> beste Gewebeverträglichkeit, biologisch neutral, allergiefrei
> optimale Ästhetik, keine schwarzen Verfärbungen an den Rändern
> zahnfarbene, lichtleitende Gerüste
> geringe Temperaturleitfähigkeit
> maximale Passgenauigkeit und Präzision
> konventionelle Zementierung ist möglich
> geeignet für alle Präparationen, universell einsetzbar.


Vollkeramische Restaurationen erhalten aus Gründen der Ästhetik und Biokompatibilität eine immer größere Bedeutung.
Zirkoniumdioxid ist der neuste Werkstoff aus dieser Materialgruppe. Da noch keine Langzeiterfahrungen über sieben

Jahre hinaus vorliegen gibt es immer noch Vorbehalte gegen Zahnersatz aus Zirkoniumdioxid. Neue Untersuchungen geben jetzt mehr Sicherheit.

Eine Veröffentlichung in der DZZ Ausgabe 4 / 2008 über eine In-vitro-Untersuchung bestätigt die Stabilität von Zirkoniumdioxid.

Zusammenfassung:

Diese In-vitro-Langzeit-Untersuchung beschreibt die Belastbarkeit viergliedriger ZrO2 Seitenzahnbrücken mit zwei Brückengliedern. Diese Studie bestätigt die ausreichende Bruchlast nach einer simmulierten Tragedauer von 15 Monaten. Diese liegt bei dichtgesintertem Zirkoniumdioxid bei mindestens 1260 N und bei vorgesintertem Material bei mindestens 904 N. Bei dichtgesintertem Material ist der Bearbeitungsaufwand und damit die Herstellkosten deutlich höher als bei vorgesinterten sogenannten Weißlingen. Deshalb haben Gerüste aus vorgesintertem Zirkoniumdioxid das beste Preis-Leistungsverhältnis und sind ausreichend klinisch stabil. Gerüstfrakturen treten mit < 1% sehr selten auf.

Für die keramischen Verblendmaterialien auf ZrO2 belegen neueste Studien eine Bruchfestigkeit um ca. 850 N
( Quintessenz Zahntechnik 5 / 2008 ). Diese ist damit für Restaurationen im Seitenzahngebiet ausreichend, geht man von einer durchschnittlichen Maximalbelastung von 500 N bei Molaren und als Langzeitfestigkeit aus.
Das sogenannte Chipping – Abplatzen der Verblendkeramik ist weniger ein Materialproblem sondern auf mangelnde okklusale Gestaltung und auf Fehlbelastungen zurückzuführen, wie bei der Metallkeramik.

Eine sorgfältige, fachkundige Herstellung ist Grundlage für den Erfolg.

Wichtig bei der Gerüstgestaltung ist eine optimale, anatomische Gestaltung und ein ausreichend dimensionierter Querschnitt der Verbinder. Dies erreich man am sichersten durch die Modellation der Gerüste aus lichthärtendem Kunststoff im Artikulator. Dabei können die Platzverhältnisse und die funktionelle Gerüstgestaltung optimiert werden
und die Gerüste unterstützen die Verblendkeramik optimal. Ein funktionales Wachsup der Okklusion kann dabei zusätzlich hilfreich sein. Die virtuelle Gestaltung der Gerüste am Computerbildschirm CAD/CAM stößt hier an ihre Grenzen. Die Kunststoffgerüste werden mit einem Zirkographen in vorgesintertes Weißlings-Zirkoniumdioxid übertragen. Dabei können alle Formen umgesetzt werden. Die Gerüste werden optional zahnfarben eingefärbt.
Danach folgt der Sinterprozess bei 1500 °C, durch den das Zirkoniumdioxid seine überragende Festigkeit erhält.

 

 

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